Eine CSV in TCG PowerTools importieren
Einmal eingerichtet, läuft der Import mit wenigen Klicks. Die Arbeit steckt in der Datei davor: Jede Zeile muss eine Karte so genau bezeichnen, dass sie nur auf einer einzigen Cardmarket-Seite landen kann. Hier stehen beide Teile, der Weg durch die Oberfläche und das, was in den Spalten stehen muss, dazu die Fallstricke.
Der Weg in fünf Schritten
So sieht der Import in TCG PowerTools aus, mit den Menünamen der deutschen Oberfläche und den englischen in Klammern. Eine Stelle darin verdient Aufmerksamkeit, nämlich die dritte.
- In der Seitenleiste „Auflistung und Bewertung" öffnen (englisch „Listing & Appraisal").
- „Datei importieren" wählen („Import a file") und die CSV aus CardEntry in das Feld legen. Eine Beispieldatei im PowerTools-Format liegt dort zum Herunterladen.
- Die erkannten Spalten prüfen. PowerTools ordnet sie automatisch seinen Feldern zu; passt eine Zuordnung nicht, korrigierst du sie hier oder wählst „Spalte ignorieren", wenn PowerTools die Spalte nicht beachten soll. Das ist der Schritt, an dem ein stiller Fehler entsteht oder eben nicht.
- „Daten importieren" („Import data"). Je nach Kartenzahl dauert das einen Moment. Zeilen, die nicht durchgehen, kommen als eigene CSV zurück, in der steht, welche Karte woran gescheitert ist.
- Erst das Veröffentlichen („Publish to Cardmarket") stellt den Bestand wirklich ein. Bis dahin liegt alles nur in PowerTools, und du kannst dort noch ändern.
Wie PowerTools die Karten erkennt
PowerTools ordnet eine Zeile über eines von vier Merkmalen zu: Name, Set und Sammlernummer zusammen, die Cardmarket-ID, die TCGplayer-ID oder die Scryfall-ID. Die Datei aus CardEntry trägt die Cardmarket-ID und zusätzlich Name, Set und Sammlernummer jeder Karte. Liegt die Cardmarket-ID vor, nutzt PowerTools sie bevorzugt. Name, Set und Nummer sind der Rückfall für die Karten, zu denen CardEntry keine ID hat.
Was PowerTools zwingend braucht
Pflicht sind zwei Dinge je Zeile: die Menge und mindestens eines der Erkennungsmerkmale von oben. Und dann gibt es die Falle: Fehlen Sprache und Zustand in der Datei, setzt PowerTools sie auf Englisch und Near Mint. Bei einem deutschen Stapel ist damit jede Zeile falsch, ohne dass eine einzige Fehlermeldung erscheint. Genau deshalb schreibt CardEntry beides in jede Zeile, zusammen mit der Cardmarket-ID.
Eine Datei je Kartenspiel
Ein Wareneingang ist selten sortenrein. Der Import in PowerTools läuft aber getrennt nach Spiel, deshalb wird ein gemischter Stapel beim Export getrennt: Jedes Kartenspiel bekommt eine eigene Datei. Hast du also Yu-Gi-Oh!- und Pokémon-Karten in derselben Session, bekommst du eine CSV mit allen Yu-Gi-Oh!-Karten und eine mit allen Pokémon-Karten. Du importierst sie nacheinander, nicht zusammen.
Die dreizehn Spalten
In dieser Reihenfolge und mit diesen Überschriften kommt die Datei aus CardEntry. Sie entspricht dem Format, das PowerTools als Beispieldatei anbietet, deshalb steht die Zuordnung in Schritt drei meist schon richtig da. Hinsehen lohnt trotzdem. So sieht eine Zeile aus:
| Spalte | Was drinsteht |
|---|---|
| cardmarketId | Die Kennung des Produkts bei Cardmarket, eindeutig für jeden Artikel, der dort verkauft werden kann. Sie entscheidet, auf welcher Seite die Karte landet. |
| quantity | Anzahl der Exemplare in dieser Zeile. Zusammengefasst werden nur Karten, bei denen Name, Zustand, Sprache und Edition übereinstimmen. |
| name | Englischer Kartenname der zugeordneten Version. Wird beim Import zur Kennung herangezogen. |
| set | Name des Sets. |
| cn | Sammlernummer, auf die Zahl reduziert: aus „039" wird 39. |
| condition | Zustand als Kürzel, etwa NM. |
| language | Sprache ausgeschrieben, etwa German. |
| isPlayset | true oder false. |
| isFirstEd | Erstauflage: true oder false. Nur bei Yu-Gi-Oh! und Pokémon von Bedeutung. |
| isReverseHolo | Foil (Magic) beziehungsweise Reverse Holo (Pokémon): true oder false. |
| isSigned | Signiert: true oder false. |
| price | Preis je Karte. Bleibt in der Exportdatei leer. Bepreist wird im Importwerkzeug. |
| comment | Freitext je Zeile, etwa „Fast Shipping". Auf Wunsch steht der Lagerplatz mit darin. |
Der Name ist ein Erkennungsmerkmal, keine Beschriftung
Beim Import wird der Kartenname zur Cardmarket-Kennung herangezogen. Ein Tippfehler oder ein übersetzter Name ist deshalb kein Schönheitsfehler: Er kann die Zeile auf eine andere Karte schieben. Aus CardEntry kommt der englische Name der zugeordneten Version, nicht der Text, den die Kamera gelesen hat.
Zustand, Sprache, Foil und Edition
Diese vier Angaben kommen zu den Erkennungsmerkmalen hinzu. Sie entscheiden über den Preis und lassen sich nachträglich nur einzeln korrigieren. Sie gehören deshalb in die Datei, nicht in den Shop.
- Die Sprache erkennt CardEntry standardmäßig automatisch aus dem Bild. Foil beziehungsweise Reverse Holo bleibt zunächst leer, weil die Erkennung aus dem Foto zu ungenau war. In den Kontoeinstellungen unter „KI-Erkennung" lässt sich beides einschalten, abschalten oder auf einen festen Wert setzen, und in jeder Session noch einmal abweichend.
- Der Zustand wird je Karte gesetzt, als Kürzel: MT, NM, EX, GD, LP, PL, PO. Karten ohne eigene Angabe bekommen den Fallback-Zustand, den du im Export-Dialog festlegst.
- Sprache ausgeschrieben, wie Cardmarket sie führt: German, English, French, Italian, Spanish, Portuguese, Japanese, S-Chinese, Korean.
- isFirstEd, isReverseHolo, isSigned und isPlayset tragen true oder false. Leer heißt nicht false, sondern unbestimmt. Die Erstauflage spielt nur bei Yu-Gi-Oh! und Pokémon eine Rolle.
Gleiche Karten stehen einmal drin
Drei Exemplare derselben Karte in demselben Zustand, derselben Sprache und derselben Edition ergeben eine Zeile mit Menge 3. Unterscheidet sich eines dieser Merkmale oder trägt eine Karte einen eigenen Kommentar, entsteht eine eigene Zeile. Das ist kein Detail: Zusammengefasste Zeilen mit verschiedenen Zuständen wären im Shop falsch bepreist.
Zeichensatz
Die Datei ist UTF-8 mit vorangestellter Bytefolge (BOM). Das ermöglicht das korrekte Einlesen durch Excel und PowerTools. Ohne die Bytefolge liest Excel Umlaute falsch, und aus „Dunkler Magier" wird beim ersten Öffnen Buchstabensalat, den niemand mehr zurückdreht.
Lagerplätze und die zusätzliche Spalte
Ein Lagerplatz je Karte lässt sich als Vorlage vergeben, etwa AB-C{index} für laufende Nummern in Scanreihenfolge. Er kann in die Kommentarspalte geschrieben werden oder in eine eigene location-Spalte, die PowerTools als „Location" speichert. Die eigene Spalte kennt nur PowerTools V2, und ob ältere Fassungen eine Datei mit zusätzlicher Spalte laden, ist ungeprüft, deshalb ist sie standardmäßig aus. Wer sie mit einer älteren Fassung einschaltet, testet zuerst mit einem kleinen Stapel.
Wenn Zeilen abgewiesen werden
Ein Import ist selten ganz oder gar nicht. Gehen einzelne Zeilen nicht durch, legt PowerTools eine CSV mit genau diesen Zeilen an. In ihrer letzten Spalte steht der Grund („Error"). Der häufigste: CardEntry hatte zu einer erkannten Karte keine Cardmarket-ID. Für einzelne Karten ist dann der Weg über „Einzelkarte" in PowerTools meist am schnellsten. Der Rest deines Stapels ist zu diesem Zeitpunkt bereits drin und muss nicht noch einmal hochgeladen werden. Sind sehr viele Karten betroffen oder lässt sich der Grund nicht deuten, melde dich im Discord oder per E-Mail, beides steht im Seitenfuß.
Was du außerhalb von CardEntry brauchst
Das Erzeugen und Herunterladen der Datei kostet dich kein fremdes Abo. Importieren und veröffentlichen kannst du in TCG PowerTools auch ohne zu zahlen: Die kostenlose Fassung liest Dateien ein und veröffentlicht bis zu 50 neue Änderungen am Tag. Wer mehr am Tag einstellt oder die automatische Bepreisung will, braucht dort ein kostenpflichtiges Abo. Das ist ein Fremdprodukt und nicht in den CardEntry-Credits enthalten.
Die Schritte und Feldnamen folgen der öffentlichen Wissensdatenbank von TCG PowerTools, Stand 3. August 2026. Die deutschen Menünamen und die Praxishinweise zum Fehlerfall stammen von einem Händler, der den Import im Tagesgeschäft nutzt, Stand 7. September 2026. Oberflächen ändern sich; im Zweifel gilt deren Anleitung, nicht diese Seite. CardEntry ist ein unabhängiges Werkzeug und steht in keiner Geschäftsbeziehung zu TCG PowerTools oder Cardmarket.
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