Ratgeber

Karten massenhaft auf Cardmarket einstellen

Wer hunderte Karten verkaufen will, sucht keinen Trick, sondern den Weg mit dem geringsten Aufwand je Karte. Davon gibt es auf Cardmarket genau drei, und welcher passt, hängt daran, wie dein Stapel aussieht, bevor du anfängst.

Die drei Wege

Mehr als diese drei gibt es nicht, und jeder hat seinen Platz.

  • Einzeln über die Produktseite: Karte suchen, Merkmale setzen, Preis eintragen. Bei wenigen oder teuren Karten völlig in Ordnung, bei hunderten der sichere Weg, Abende zu verlieren.
  • Cardmarkets eingebaute Massen-Einstellung, das „Inserieren per Erweiterung": du wählst ein Set und legst mehrere Artikel in einem Durchgang an, statt jede Karte einzeln aufzurufen.
  • Eine Datei über ein Bestandswerkzeug: der Bestand entsteht außerhalb, wird als Datei importiert und gesammelt veröffentlicht.

Was die Massen-Einstellung kann und wo sie endet

Für einen Stapel, der bereits nach Set sortiert ist, ist das Inserieren per Erweiterung ein guter Weg: Du arbeitest die Liste des Sets ab, statt jede Karte einzeln zu suchen. Sichtbar ist die Seite nur mit aktivem Verkäuferkonto. Ihre Grenzen liegen dort, wo dein Stapel nicht so aussieht: Sie nimmt je Durchgang nur einen begrenzten Schwung Artikel an, und sie hilft dir nicht bei der Frage, welche der vielen gleichnamigen Versionen gerade vor dir liegt. Unsortiert und gemischt heißt hier viele Durchgänge und viel Suchen.

Warum die API keine Option ist

Die naheliegende Idee, das Einstellen mit einem eigenen Skript zu erledigen, endet an einer geschlossenen Tür: Cardmarket nimmt derzeit keine neuen Anträge auf API-Zugang an. Die alte Forenauskunft, für Privatpersonen sei dort nichts zu holen, stimmt damit weiterhin. Wer große Mengen automatisiert einstellen will, geht deshalb über Dateien und über Werkzeuge, die den Zugang bereits haben.

Der Weg über die Datei

Cardmarket führt in seiner Hilfe TCG PowerTools als Partner-App für die Bestandsverwaltung. Dort entsteht der Bestand aus einer Importdatei: hochladen, Spalten prüfen, importieren, veröffentlichen. Die kostenlose Fassung liest Dateien ein und veröffentlicht bis zu 50 neue Änderungen am Tag, für mehr braucht es dort ein Abo. Der Gewinn dieses Weges ist nicht der Import selbst, sondern dass die Datei vorher dort entstehen kann, wo es am schnellsten geht.

Woran die Zeit wirklich hängt

Ein Cardmarket-Angebot trägt feste Merkmale: die genaue Version aus einem konkreten Set, Zustand, Sprache, Foil, dazu je nach Spiel Auflage oder Sonderform. Diese Merkmale füllen sich auf keinem der drei Wege von selbst. Bei großen Mengen entscheidet deshalb nicht das Formular über den Abend, sondern die Frage, wie schnell du je Karte die richtige Version und ihre Merkmale feststellst. Ein Kartenname bezeichnet keine Karte, sondern eine Familie von Drucken mit eigenen Preisen.

Was CardEntry davon übernimmt

CardEntry setzt vor dem dritten Weg an: Du fotografierst die Karten oder lädst vorhandene Bilder hoch, prüfst die zugeordneten Versionen und lädst eine fertige Importdatei herunter, je Kartenspiel eine. Auf Cardmarket schreibt CardEntry selbst nichts, das letzte Stück geht über das Importwerkzeug. Und wenn dein Stapel sortiert und sortenrein ist, sagen wir es, wie es ist: Dann bist du mit der Setliste oft schneller als mit jeder Kamera.

Die Angaben zu Cardmarkets Massen-Einstellung, zur Partner-App und zum API-Zugang folgen den öffentlichen Hilfe- und Newsseiten von Cardmarket, die Angaben zu TCG PowerTools dessen öffentlicher Wissensdatenbank, Stand 4. August 2026. Oberflächen und Konditionen ändern sich; im Zweifel gilt die jeweilige Anleitung, nicht diese Seite. CardEntry ist ein unabhängiges Werkzeug und steht in keiner Geschäftsbeziehung zu TCG PowerTools oder Cardmarket.

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