Ratgeber

Bulk auf Cardmarket einstellen

Bei einzelnen teuren Karten entscheidet der Preis. Bei Bulk entscheidet der Aufwand je Karte, und der steckt fast nie im Einstellen selbst, sondern davor: in der Frage, welche der vielen gleichnamigen Versionen gerade vor dir liegt.

Was „Bulk" hier heißt

Nicht ein bestimmter Wert, sondern eine Stückzahl, bei der du pro Karte keine Minuten mehr übrig hast. Ob das bei fünfzig oder bei fünftausend anfängt, hängt an deinem Stundensatz. Der Umschlagpunkt ist der, an dem du aufhörst, jede Karte einzeln nachzuschlagen.

Vier Wege, Karten hineinzubekommen

In TCG PowerTools gibt es nicht einen Weg, sondern vier. Welcher der schnellste ist, hängt am Stapel vor dir, nicht am Werkzeug.

  • Einzelkarte: für ein paar unsortierte Karten. Suchen, Merkmale setzen, anlegen.
  • Nach Set: für einen sortierten Stapel aus demselben Set. Du gehst die Liste des Sets durch, Tastenkürzel setzen Zustand und Sprache, „B" überspringt eine Karte, die du nicht hast, „V" geht zurück, „C" legt dieselbe Karte noch einmal mit anderen Merkmalen an.
  • Bulk: für ein ganzes Set auf einmal. Du gibst den Setnamen und je Seltenheit eine Stückzahl ein, „Add articles" erzeugt die Zeilen, die Preise kommen aus deiner Vorlage.
  • Datei importieren: für alles, was vorher woanders erfasst wurde. Das ist der Weg, für den CardEntry die Datei baut.

Welcher Weg zu welchem Stapel passt

Wir verkaufen den vierten Weg, also hier zuerst, wann die anderen besser sind. Liegt ein sortierter Stapel aus einem einzigen Set vor dir, ist „Nach Set" mit seinen Tastenkürzeln kaum zu schlagen, du brauchst dafür weder uns noch eine Kamera. Willst du ein komplettes Set nach Seltenheiten einbuchen, ist „Bulk" in Minuten fertig. Der vierte Weg lohnt sich dort, wo diese beiden nicht greifen: beim gemischten, unsortierten Wareneingang, in dem jede Karte erst einmal identifiziert werden muss und in dem mehrere Kartenspiele durcheinanderliegen.

Die Angaben, ohne die keine Zeile entsteht

Egal über welchen der vier Wege du gehst, dieselben Merkmale müssen je Karte feststehen, sonst ist die Zeile entweder falsch oder unverkäuflich.

  • Die Cardmarket-Version: nicht die Karte, sondern der konkrete Druck aus einem konkreten Set.
  • Menge, Zustand und Sprache.
  • Foil beziehungsweise Reverse Holo und, wo es das gibt, die Edition.
  • Optional Preis und ein Kommentar je Zeile.

Der Ablauf in drei Schritten

Der Weg ist immer derselbe, unabhängig davon, womit du ihn gehst.

  • Erfassen: Karten aufnehmen oder eintippen und die Merkmale festhalten.
  • Datei: aus dem Erfassten eine Importdatei bauen, je Kartenspiel eine.
  • Einstellen: die Datei in ein Werkzeug importieren, das den Bestand auf Cardmarket schreibt.

Der Schritt, an dem es klemmt

Ein Kartenname bezeichnet keine Karte, sondern eine Familie von Drucken. Derselbe Name kann über ein Dutzend Versionen mit unterschiedlichen Sets, Nummern und Seltenheiten tragen, und Sonderfassungen wie alternative Illustrationen sind eigene Einträge mit eigenem Preis. Wer hier danebengreift, verkauft entweder unter Wert oder liefert etwas anderes, als der Käufer bestellt hat. Deshalb ist dieser Schritt der eigentliche Engpass, nicht das Fotografieren und nicht der Import.

Gemischte Stapel

Ein Ankauf enthält selten nur ein Kartenspiel. Da der Import je Spiel läuft, muss der Stapel spätestens bei der Datei getrennt werden. In CardEntry passiert das beim Export automatisch: Yu-Gi-Oh!, Pokémon und Magic bekommen je eine eigene Datei, ohne dass du vorher sortieren musst.

Die Vorlage spart die immer gleiche Eingabe

Was du fast immer gleich hast, gehört in die Vorlage. Sie füllt neue Zeilen vor, etwa die Sprache: Wer überwiegend deutsche Karten einbucht, stellt sie einmal auf Deutsch und korrigiert danach nur noch die Ausnahmen. Beim Weg über die Datei brauchst du das nicht, dort steht die Sprache ohnehin je Zeile drin. Bei den drei Wegen von Hand spart es je Karte einen Handgriff.

Was du dafür brauchst

Ein Cardmarket-Verkäuferkonto und ein Werkzeug, das den Bestand dort schreibt. CardEntry macht den Teil davor: erfassen, zuordnen, Datei. Dafür verlangt es kein Abo, sondern Credits. In TCG PowerTools kommst du zum Ausprobieren ohne Abo aus: Die kostenlose Fassung kennt alle vier Wege einschließlich des Dateiimports und veröffentlicht bis zu 50 neue Änderungen am Tag. Gesperrt sind dort der CSV-Export, die automatische Bepreisung und der Pricing Bot. Für alles darüber brauchst du ein kostenpflichtiges Abo.

Die Wege, Tastenkürzel und Grenzen von TCG PowerTools folgen dessen öffentlicher Wissensdatenbank, Stand 3. August 2026. Oberflächen und Konditionen ändern sich; im Zweifel gilt deren Anleitung, nicht diese Seite. CardEntry ist ein unabhängiges Werkzeug und steht in keiner Geschäftsbeziehung zu TCG PowerTools oder Cardmarket.

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