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Ratgeber

Bulk auf Cardmarket einstellen

Bei teureren Einzelkarten ist die Preissetzung die Herausforderung. Bei Bulk zählt etwas anderes: der Aufwand je Karte und ein schnelles Listing. Und dieser Aufwand steckt fast nie im Einstellen selbst, sondern davor, in der Frage, welche der vielen gleichnamigen Versionen gerade vor dir liegt.

Was „Bulk" heißt

Im Handel sind damit Karten im Centbereich gemeint. Sie werden in großen Mengen und zum Pauschalpreis eingekauft; die einzelne Karte ist fast nichts wert, der Stapel schon. Die Marge je Karte ist hoch, der Betrag klein, deshalb entscheidet der Durchsatz: Massenverkauf und eine Verarbeitung, die pro Karte keine Minuten mehr kostet. Der Umschlagpunkt ist der, an dem du aufhörst, jede Karte einzeln nachzuschlagen.

Vier Wege, Karten hineinzubekommen

In TCG PowerTools gibt es nicht einen Weg, sondern vier. Welcher der schnellste ist, hängt am Stapel vor dir, nicht am Werkzeug. Die Namen sind die der deutschen Oberfläche.

  • Einzelkarte: Name eintippen oder Set plus Sammlernummer, Merkmale setzen, anlegen. Für ein paar unsortierte Karten.
  • Nach Erweiterung: für einen sortierten Stapel aus demselben Set. Du gehst die Karten des Sets alphabetisch oder nach Sammlernummer durch; Tastenkürzel setzen Zustand und Sprache, „B" überspringt eine Karte, die du nicht hast, „V" geht zurück, „C" legt dieselbe Karte noch einmal mit anderen Merkmalen an.
  • Bulk: für ein ganzes Set auf einmal. Du gibst den Setnamen und je Seltenheit eine Stückzahl ein, „Add articles" erzeugt die Zeilen, die Preise kommen aus deiner Vorlage.
  • Dateiimport: für alles, was vorher woanders erfasst wurde, als CSV- oder Excel-Datei. Das ist der Weg, für den CardEntry die Datei baut.

Welcher Weg zu welchem Stapel passt

Wir verkaufen den vierten Weg, also hier zuerst, wann die anderen besser sind. Für einige wenige Karten ist „Einzelkarte" meist am schnellsten. Liegt ein sortierter Stapel aus einem einzigen Set vor dir, ist „Nach Erweiterung" mit seinen Tastenkürzeln kaum zu schlagen, besonders wenn das Set fast vollständig da ist; du brauchst dafür weder uns noch eine Kamera. Willst du ein komplettes Set nach Seltenheiten einbuchen, ist „Bulk" in Minuten fertig. Der vierte Weg lohnt sich dort, wo diese drei nicht greifen: bei einer großen Zahl gemischter, unsortierter Karten, die erst einmal identifiziert werden müssen und in denen mehrere Kartenspiele durcheinanderliegen. Dann ist die vorgefertigte CSV am schnellsten.

Die Angaben, ohne die keine Zeile entsteht

Egal über welchen der vier Wege du gehst, dieselben Merkmale müssen je Karte feststehen, sonst ist die Zeile entweder falsch oder unverkäuflich.

  • Die Cardmarket-Version: nicht die Karte, sondern der konkrete Druck aus einem konkreten Set.
  • Menge, Zustand und Sprache.
  • Foil beziehungsweise Reverse Holo und, wo es das gibt, die Edition.
  • Optional Preis und ein Kommentar je Zeile.

Der Ablauf in drei Schritten

Mit CardEntry sieht der vierte Weg so aus. Scannen oder vorhandene Bilder hochladen, damit der Ablauf möglichst ohne Handarbeit läuft.

  • Erfassen: Bilddateien vom Scanner in CardEntry importieren oder die Karten mit dem Kameramodus über das Handy aufnehmen.
  • Kontrolle: die automatisch zugeordneten Karten bestätigen, Ausreißer korrigieren. CardEntry stellt je Kartenspiel eine CSV bereit.
  • Import: die CSV in TCG PowerTools hochladen. PowerTools erkennt die Karten über die Cardmarket-ID.

Der Schritt, an dem es klemmt

Ein Kartenname bezeichnet keine Karte, sondern eine Familie von Drucken. Derselbe Name kann über ein Dutzend Versionen mit unterschiedlichen Sets, Nummern und Seltenheiten tragen, und Sonderfassungen wie alternative Illustrationen sind eigene Einträge mit eigenem Preis. Wer hier danebengreift, verkauft entweder unter Wert oder liefert etwas anderes, als der Käufer bestellt hat. Deshalb ist dieser Schritt der eigentliche Engpass, nicht das Fotografieren und nicht der Import.

Gemischte Stapel

Ein Ankauf enthält selten nur ein Kartenspiel. Da der Import je Spiel läuft, muss der Stapel spätestens bei der Datei getrennt werden. In CardEntry passiert das beim Export automatisch: Jedes Kartenspiel bekommt eine eigene Datei, ohne dass du vorher sortieren musst.

Die Vorlage spart die immer gleiche Eingabe

Was du fast immer gleich hast, gehört in die Vorlage. Sie füllt neue Zeilen vor, etwa die Sprache: Wer überwiegend deutsche Karten einbucht, stellt sie einmal auf Deutsch und korrigiert danach nur noch die Ausnahmen. Beim Weg über die Datei brauchst du das nicht, dort steht die Sprache ohnehin je Zeile drin. Bei den drei Wegen von Hand spart es je Karte einen Handgriff.

Was du dafür brauchst

Ein Cardmarket-Verkäuferkonto und ein Werkzeug, das den Bestand dort schreibt. CardEntry macht den Teil davor: erfassen, zuordnen, Datei. Dafür verlangt es kein Abo, sondern Credits, ein Credit je Kartenbild; beim ersten Anmelden bekommst du 500 davon kostenlos. In TCG PowerTools kommst du zum Ausprobieren ohne Abo aus: Die kostenlose Fassung kennt alle vier Wege einschließlich des Dateiimports und veröffentlicht bis zu 50 neue Änderungen am Tag. Gesperrt sind dort der CSV-Export, die automatische Bepreisung und der Pricing Bot. Für mehr Karten am Tag brauchst du zusätzlich ein kostenpflichtiges PowerTools-Abo, das nicht im CardEntry-Preis enthalten ist.

Die Wege, Tastenkürzel und Grenzen von TCG PowerTools folgen dessen öffentlicher Wissensdatenbank, Stand 3. August 2026. Die deutschen Menünamen und die Einordnung, welcher Weg zu welchem Stapel passt, stammen von einem Händler, der Bulk im Tagesgeschäft einstellt, Stand 7. September 2026. Oberflächen und Konditionen ändern sich; im Zweifel gilt deren Anleitung, nicht diese Seite. CardEntry ist ein unabhängiges Werkzeug und steht in keiner Geschäftsbeziehung zu TCG PowerTools oder Cardmarket.

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